HUFGESCHWÜR

Ach herrje, mein Pferd hat ein Hufgeschwür. Was mach ich jetzt bloß?
Dabei sind Hufgeschwüren auch deutlich positive Eigenschaften abzugewinnen., wenn die Ursache behoben wird.

Hufgeschwüre sind oft mit Eiter ummantelte, in der Hufkapsel vorher abgestorbene Gewebeteile, die mit der Selbstheilungskraft des Pferdes an die “Hautoberfläche” transportiert werden.
Da es in der Hufkapsel sehr eng ist, tut dem Pferd dieser Vorgang meist verdammt weh. Es lahmt stark, der Huf wird heiß, pulsiert oder Fieber kommt auf.
Am Kronsaum, im Bereich der Eckstreben oder am Ballen kommen Hufgeschwüre, so wie es auf dem Foto sichtbar ist, mit am häufigsten vor.

Aber wie entstehen Hufgeschwüre?
Meist hat dies mit der sogenannten „unphysiologischen Hufbearbeitung“ zu tun.
Unphysiologisch sind die Hufe, denen es u.a. an Hufmechanismus und Durchblutung fehlt.
Z.B. sind Zwanghufe in den unterschiedlichsten Ausprägungen sehr häufig betroffen. Drucksituationen in der Hufkapsel quetschen die Durchblutung und damit in der Folge die Huflederhaut ab.
Beginne ich dann mit meiner Huftherapie, beseitige die Ursachen der Zwangssituation und bringe den Huf wieder in Funktion, heilt sich der Huf selbst, indem er u.a. die abgestorbenen Gewebeteile eiterummantelt nach draußen befördert. Und so schnell, wie das Pferd auf einmal gelahmt hat, ist es wieder lahmfrei.
Schulmedizinisch werden Hufgeschwüre gerne großflächig aufgeschnitten, dabei auch gesundes Gewebe zerstört und dann wird mit allerlei Mittelchen behandelt. Der Schaden und das Leid, welches dem Pferd dann oft widerfährt, kann ein Vielfaches größer, als der Natur freien Lauf zu lassen und das Hufgeschwür selber seinen Weg nach außen finden zu lassen.